Ev. Kirchengemeinde Wellerode

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22.10.2017Gottesdienst
19. Sonntag nach Trinitatis   mehr



 


Goldene Konfirmation

Im Gottesdienst am ersten Septembersonntag feierten die Konfirmandinnen  und Konfirmanden des Jahrgangs 1967 ihre Goldene Konfirmation. Zum Einzug der Jubilare erklang vom Posaunenchor unter der Leitung von Christina Leinwather das Stück „Presto“ von Georg Ph. Telemann. Genau 50 Jahre ist es her - so Pfarrerin  Julia Freiburger bei ihrer Begrüßung -  dass Pfarrer Helmut  Gehrke  die Jugendlichen im Januar und im Mai 1967  konfirmiert hatte. Bei dem ein oder anderen Jugendlichen -so Frau Freiburger  weiter- hatte Herr Gehrke sicher auch Interesse für das Mitwirken im von ihm gegründeten Posaunenchor geweckt.

Dieser Tag bietet Gelegenheit,  sich füreinander Zeit zu nehmen und Gott für seinen Segen zu danken.

Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 444 „Die güldene Sonne.“

Als Psalmgebet  sprach die Gemeinde im Wechsel  Psalm 37 „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf Ihn, denn er wird’s wohl machen.“

Die Schriftlesung, an diesem Morgen vorgetragen von Kirchenvorsteherin Gudrun Zinke stand im 8. Kapitel des Römerbriefes. „ Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben — wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“

Nach dem gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnis stimmten die Bläserinnen und Bläser mit EG 331 "Großer Gott wir loben dich“ auch einen der ersten Choräle an, die Pfarrer Gehrke mit dem Chor eingeübt hatte.

Die Jubilare versammelten sich dann im Kreis um den Altar. Pfarrerin Freiburger verlas die Namen der Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden, die bereits verstorben waren und hielt ein Totengedenken. Zwei Jugendliche aus dem „aktuellen“ Konfer-Jahrgang – Merlin Ochs und Anouk Jähnig zündeten dazu für jeden der Verstorbenen eine Kerze an.

Frau Freiburger überreichte den Jubilaren eine Urkunde und segnete sie.

Als Lied vor der Predigt stimmten Chor und Gemeinde  EG 321 „ Nun danket alle Gott“ an.

Wie war das wohl damals, als man nach Schule und Konfirmation in die Ausbildung startete? Im Land herrschte Aufbruchstimmung, überall wurde gebaut. In Wellerode war das neue Pfarrhaus gerade fertig geworden.  Die Mädchen haben sicher für Dustin Hofman in der „Reifeprüfung“ geschwärmt. Für Jungen wurde der Rollkragenpullover modern, man tanzte zur Musik der Doors und der Beatles. Reinhard Mey veröffentlichte sein erstes Album. 

Eintracht Braunschweig wird 1967 Deutscher Fußballmeister und die DDR ein eigenständiger Staat.

Was hatte man damals als Ziel vor Augen, was hat sich erfüllt? Wohin hat es einen verschlagen, was macht die Gesundheit? Zum Rückblick auf die kleinen und großen Wege des Lebens lädt auch das Bild von Friedensreich Hundertwasser auf dem Liedblatt ein. Diese als „Großer Weg“ betitelte Spirale lehrt uns, dass wir uns trotz manch wiederkehrender Ereignisse wie Ostern, Weihnachten, Geburtstagen oder Silvester immer ein Stück weit verändern und ein anderer werden. Wir laufen immer weiter auf dem Lebensweg, die unterschiedlichen Farben  stehen für verschiedene Lebensphasen. 

Im Alten Testament gibt Gott dem Abraham einen  Auftrag:“Geh aus deines Vaters Land in ein Land das ich dir zeigen werde. Dafür will ich dich segnen und du sollst ein Segen sein.“

 So wie Abraham wussten auch die Jugendlichen damals nicht, wohin sie ihr Weg führen und was aus ihren  Träumen und Plänen werden würde.  Keiner kann sagen,  wie weit er noch kommen wird.

Wir sollten nie weitergehen, ohne unsere eigenen Träume im Blick zu haben. Schließlich ging auch Abrahams Traum von einem Sohn noch im hohen Alter in Erfüllung. Gottes Segen - so Pfarrerin Freiburger abschließend -  trägt uns auf unserem Weg durch alle Höhen und Tiefen des Lebens. 

Nach EG 225 „Komm sag es allen weiter“ feierte die Gemeinde Abendmahl, das von Frau Leinwather an der Orgel und dem Posaunenchor mit „Let us break Bread“ von Richard Roblee musikalisch begleitet  wurde.

Den von Frau  Freiburger gesprochenen Fürbitten folgte als Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott.“

Der Gottesdienst endete dann mit dem von Pfarrerin Freiburger gesprochenen Segen und dem von der Orgel mit einem Präludium von Johann Sebastian Bach begleiteten Auszug der Jubilare.

Beim gemeinsamen  Mittagessen und Kaffee trinken in der Gasstätte „Zur Söhrebahn“ war am Nachmittag dann  Gelegenheit,  Erinnerungen an die gemeinsame Konfirmandenzeit auszutauschen. Bei strahlender Sonne konnte bei einem gemütlichen Ortsspazierung sogar der Kirchturm bestiegen und Wellerode im Sonnenschein von oben betrachtet werden!

Vielen Dank an Frau Pfarrerin Julia Freiburger für die ansprechende Predigt, an den

Posaunenchor und an Frau Leinwather für die musikalische Umrahmung und an alle anderen, die außerdem zum guten Gelingen des Tages beigetragen haben. 

Oliver Knaack


Konfirmationsjubiläen

Im Gottesdienst am 10.09. hatte die Kirchengemeinde zur Feier weiterer Konfirmationsjubiläen eingeladen.

Pfarrerin Julia Freiburger begrüßte die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 1957 zur Feier der Diamantenen Konfirmation. Der Jahrgang 1952 feierte Eiserne, der Jahrgang 1947 seine Gnaden Konfirmation.

Eine Jubilarin feierte Kronjuwelen- Konfirmation. Sie wurde 1942, also vor 75 Jahren konfirmiert.

In Ihrer Begrüßungsansprache erinnerte Frau Freiburger daran, dass die Gemeinde ja vorher zum Kirchspiel Vollmarshausen gehörte und erst 1957 Ihren ersten Konfirmationsgottesdienst als eigenständige Gemeinde feierte.

Christina Leinwather begleitete die Gemeinde beim Eingangslied EG 322 „Nun danket all' und bringet Ehr'“.

Zwei Konfirmandinnen des „aktuellen“ Jahrgangs, Luisa Huhn und Sarah Thorn entzündeten Kerzen für die verstorbenen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Pfarrerin Freiburger hielt ein Totengedenken und sprach ein Gebet.

Als Psalmgebet sprach die Gemeinde gemeinsam Worte aus Psalm 19 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.“

Die Schriftlesung aus dem 3. Kapitel des Markusevangeliums hielt an diesem Morgen Kirchenvorsteher Gerd Thomas. Als Jesus erfährt, dass seine Mutter und seine Brüder zu ihm wollen sah er auf die Leute die um ihn herum saßen und antwortete: „Hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer tut, was Gott will, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.“

Als Lied vor der Predigt stimmten Orgel und Gemeinde EG 331 „Großer Gott wir loben Dich“ an.

Mit Regenschirmen - so Frau Freiburger zu Beginn - ist das so eine Sache. Wenn man einen braucht hat man Ihn meistens vergessen, ist er in der Tasche regnet es gar nicht. Oder man hat den Schirm dabei, aber bis er aus der Tasche geholt und „einsatzbereit“ ist wird man trotzdem nass.

Gut einen zu haben und zu wissen wo er steht.

Genauso ist es mit dem Schirm und Schutz, der den Jubilaren damals bei der Konfirmation zugesprochen wurde.

Viel hat sich in unserem Leben geändert. Damals gab es noch Lebensmittelmarken, dann kam das Wirtschaftswunder. Die Mauer wurde gebaut und fiel 1989. Heute gibt es weiterhin Krieg und Mauern in anderen Teilen der Welt, die auf den Kopf gestellt scheint.

Doch das Wesentliche, was im Segen zugesprochen wurde bleibt: Schutz und Schirm, Stärke und Hilfe.

Unter Gottes Schirm sieht man hier in der Kirche heute ganz unterschiedliche Lebenswege.

Manch einer hat den Segensschirm im Schrank verstaut. War er da als man ihn bei Krankheit und Sorgen gebraucht hat?

Manchmal wird er auch einfach in einer Lebensecke vergessen und mühsam wieder hervorgekramt wenn man ihn benötigt.

Ohne Glauben - so Frau Freiburger weiter- wird man den Segensschirm aber niemals finden.

Gott macht seinen Schirm niemals zu. Wir brauchen ihn nicht selbst zu öffnen. Sein „Ja“ zu den Menschen gilt immer. Deshalb wird die Gemeinde auch jeden Sonntag gesegnet. Aber ob wir das für uns selbst annehmen, steht jedem frei.

Gott will uns zum Glauben motivieren, dafür hat er seinen Sohn Mensch werden lassen.

Seinen Schirm- so Frau Freiburger abschließend - sollen wir in unserem Herzen tragen, dann kommt er den Menschen ganz nah.

Nach EG 221 „Das sollt Ihr, Jesu Jünger nie vergessen“ versammelten sich die Jubilare jahrgangsweise um den Altar und feierten Abendmahl. Leonie Nödler und Lilli Ramahi überreichten Urkunden und Frau Pfarrerin Freiburger sprach ein Gebet.

Der Gottesdienst endete dann mit EG 171 „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ und dem Segen.

Nachdem Erinnerungsfotos gemacht wurden, war dann in der Gaststätte „Zur Söhrebahn“ beim gemeinsamen Kaffeetrinken noch Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen.

Vielen Dank an Frau Freiburger für die liturgische sowie an Frau Leinwather für die musikalische Gestaltung. Besonderen Dank auch an die vier Konfirmandinnen Leonie, Lilli, Luisa und Sarah für Ihr Mitwirken. 

Oliver Knaack

 


Taize Andacht am 26.08.17

Unter der Losung „Gemeinsam singen, beten, danken, schweigen“ hatte die Kirchengemeinde am vierten Augustsamstag zu einer Taize- Andacht eingeladen.Nach der Begrüßung durch Lektor Gerhard Jäckel  begleitete Christina Leinwather an der Orgel den Projektchor und die Gemeinde bei „Laudate omnes gentes.“Als Psalmgebet sprach die Gemeinde Worte aus Psalm 126 „Die mit Tränen säen werden mit Jubel ernten.“Orgel und Projektchor stimmten anschließend „Christus dein Licht verklärt unsere Schatten“ an.Ursel Krollpfeiffer und Helmut Knaack  sprachen das Sündenbekenntnis:“Herr, wir hören die Botschaft vom Frieden und Heil für alle Völker. Vor Augen haben wir unsere Unversöhnlichkeit und Rechthaberei. Wir bitten dich: Vergib und Herr.“Chor und  Gemeinde antworteten darauf mit „Nada te turbe-Nichts soll dich ängsten, nichts soll dich quälen.“Nach dem von Heidi Jäckel und Silke gesprochenen Gebet erklang das „Magnificat anima mea dominum“-  „Meine Seele preist den Herrn.“ Damit beginnt auf lateinisch der Lobgesang der Maria.Als Schriftlesung hörte die Gemeinde an diesem Abend das „Hohelied der Liebe“ aus dem 1. Brief des Paulus an die Korinther. „Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei. Aber die Liebe ist die Größte unter Ihnen“,  gesprochen von Pfarrerin Julia Freiburger.Dem „Oculi nostri ad Dominum Jesum“- „Unsere Augen sind auf dich gerichtet Herr“- folgte -   durch Gerhard Jäckel mit einem Glockenschlag angekündigt -  eine fünfminütige Stille, während der die Gemeinde einmal innehalten und sich sammeln  konnte.Die von Mia Göbel und Gerhard Jäckel gesprochenen Fürbitten wurden von Chor und Gemeinde musikalisch umrahmt mit „Bless the Lord my Soul“ und „Kyrie eleison.“Nach dem  gemeinsam gesprochenen „Vater Unser“ stimmten die Sängerinnen und Sänger „Bleib mit deiner Gnade bei uns Herr“ an.Die besinnliche Stunde endete dann mit dem von Pfarrerin Freiburger gesprochenen Segen und „Behüte mich Gott, ich vertraue Dir.“Vielen Dank dem Projektchor unter der Leitung von Gerhard Jäckel und Christina Leinwather an der Orgel für die musikalische sowie an alle Sängerinnen und Sänger und Frau Freiburger für die liturgische Gestaltung  der Andacht.Besonderen Dank an alle, die durch die Gestaltung des Altarraumes für das besonders ansprechende Ambiente gesorgt hatten.

Oliver Knaack